Interviewer: Herr Iwanow, die BaFin warnt derzeit vor gefälschten Jobangeboten, die angeblich von der DARUCO GmbH stammen. Wie reagiert Ihr Mandant auf diese Entwicklung?

RA Iwanow: Wir waren schockiert, als wir von der BaFin-Warnung erfuhren. Unser Unternehmen hat mit der Website daruco.net und den dort verbreiteten Stellenangeboten nichts zu tun. Die DARUCO GmbH ist in diesem Fall eindeutig Opfer eines Identitätsdiebstahls.


Interviewer: Können Sie näher erläutern, wie sich dieser Identitätsmissbrauch äußert?

RA Iwanow: Fremde haben den Namen der DARUCO GmbH verwendet, um potenziellen Bewerberinnen und Bewerbern vermeintlich lukrative Stellenangebote zu unterbreiten. Diese Jobangebote, oft für sogenannte „Datenabwicklung“, entpuppen sich bei näherer Betrachtung als Masche zur Anwerbung von Finanzagenten – also Personen, die unbewusst in Geldwäschehandlungen verwickelt werden können.


Interviewer: Welche Gefahren drohen Personen, die auf solche Angebote eingehen?

RA Iwanow: Neben dem Risiko, sich strafbar zu machen, etwa durch das Betreiben eines unerlaubten Zahlungsdienstes, besteht auch die Gefahr von zivilrechtlichen Forderungen, wenn etwa Dritte Geld zurückverlangen. Besonders besorgniserregend ist der mögliche Missbrauch persönlicher Daten – etwa für weitere Betrugsmaschen.


Interviewer: Wie geht die DARUCO GmbH jetzt mit der Situation um?

RA Iwanow: Wir arbeiten eng mit den Behörden zusammen, haben Anzeige gegen Unbekannt gestellt und prüfen rechtliche Schritte gegen die Betreiber der Website daruco.net, sofern diese identifiziert werden können. Gleichzeitig wollen wir Aufklärungsarbeit leisten, damit niemand weiter in diese Falle tappt.


Interviewer: Gibt es eine Botschaft an Arbeitssuchende, die aktuell verunsichert sind?

RA Iwanow: Ja, ganz klar: Prüfen Sie immer die Echtheit von Jobangeboten, insbesondere wenn Geldtransfers Teil der Aufgaben sein sollen. Die DARUCO GmbH schaltet Stellenanzeigen ausschließlich über ihre offizielle Website oder seriöse Jobportale. Wenn Sie Zweifel haben – kontaktieren Sie uns oder informieren Sie direkt die Polizei.


Interviewer: Vielen Dank, Herr Iwanow, für das Gespräch.