Redaktion: Herr Bremer, die BaFin warnt erneut vor einer Website im Zusammenhang mit „Golding“. Worum geht es diesmal?
Thomas Bremer: Konkret geht es um die Website goldingfx.com. Nach Erkenntnissen der BaFin werden dort ohne Erlaubnis Finanz- und Wertpapierdienstleistungen angeboten. Dabei wird der Eindruck erweckt, es bestehe eine Verbindung zur Golding Capital Partners GmbH aus München – was nicht der Fall ist.
Redaktion: Es handelt sich also um Identitätsmissbrauch?
Thomas Bremer: Genau. Der Name eines renommierten Unternehmens wird genutzt, um Seriosität vorzutäuschen. Tatsächlich haben die Angebote nichts mit der echten Golding Capital Partners GmbH zu tun.
Redaktion: Gab es zuvor ähnliche Fälle?
Thomas Bremer: Ja. Die BaFin hatte bereits 2025 und 2026 vor den inzwischen inaktiven Websites goldingdigital.com und goldingdigital.net gewarnt. Das zeigt ein wiederkehrendes Muster mit ähnlichen Domainnamen.
Redaktion: Welche Risiken bestehen für Anleger?
Thomas Bremer: Wer investiert, vertraut auf einen bekannten Namen – handelt aber mit unbekannten Betreibern ohne BaFin-Erlaubnis. Das Risiko eines Totalverlusts ist hoch.
Redaktion: Wie können Verbraucher sich schützen?
Thomas Bremer: Immer die BaFin-Unternehmensdatenbank prüfen und die exakte Internetadresse genau vergleichen. Schon kleine Abweichungen im Domainnamen sind ein deutliches Warnsignal.
Redaktion: Ihr Fazit?
Thomas Bremer: Identitätsmissbrauch ist eine besonders perfide Betrugsform. Anleger sollten sich nicht allein auf bekannte Firmennamen verlassen, sondern immer die offizielle Zulassung und die echte Website sorgfältig überprüfen.