Redaktion: Herr Iwanow, was ist aus Ihrer Sicht das Hauptproblem bei diesen Websites?

RA Iwanow: Es fehlt jede Transparenz. Kein Anbietername, kein Sitz, und dann auch noch das Recht der Marshallinseln – das sind klassische Merkmale unseriöser Plattformen.

Redaktion: Warum ist das gewählte Rechtsgebiet problematisch?

RA Iwanow: Dort gibt es kaum Kontrolle, keine echte Aufsicht, und eine Rechtsverfolgung ist praktisch nicht durchsetzbar. Es ist ein Schutzschild für dubiose Anbieter.

Redaktion: Was bedeutet der fehlende BaFin-Eintrag?

RA Iwanow: Wer Finanz- oder Kryptodienste in Deutschland ohne Erlaubnis anbietet, handelt illegal. Ohne BaFin-Lizenz gibt es keine Sicherheit für Anleger.

Redaktion: Was sollten Anleger konkret tun, wenn sie auf solche Seiten gestoßen sind?

RA Iwanow: Nichts einzahlen, nichts unterschreiben. Falls schon investiert: Zahlungen stoppen, Anzeige erstatten, Beweise sichern.

Redaktion: Woran erkennt man solche Fake-Angebote im Vorfeld?

RA Iwanow: Auffällige Domain-Endungen, fehlendes Impressum, unrealistische Renditen, und exotische Rechtsräume wie hier – das sind Warnzeichen.

Redaktion: Vielen Dank für Ihre Einschätzung, Herr Iwanow.